Spannender Schießwettbewerb bei bestem Wetter
Am Samstag, dem 29. August 2026, fand das traditionelle Vergleichsschießen der Kreisjägerschaft Aachen statt. Bei sehr guten äußeren Bedingungen stellten zahlreiche Schützinnen und Schützen ihr Können in den Disziplinen Kugel und Flinte unter Beweis. Im Mittelpunkt standen der sportliche Wettbewerb, die guten Schießergebnisse und der faire Vergleich zwischen den Hegeringen.
In der Kugelwertung setzte sich David Fuß mit hervorragenden 192 Punkten durch. Max-Martin Bayer und André Wilden erzielten jeweils 170 Punkte. Da Max-Martin Bayer beim Überläufer die höhere Punktzahl erreichte, sicherte er sich den zweiten Platz. André Wilden belegte damit den dritten Platz.
Die Flintenwertung gewann Eugen Wächter mit 145 Punkten. Dirk Heinen erreichte mit 135 Punkten den zweiten Platz, während Karlheinz Breuer mit 130 Punkten den dritten Platz belegte.
Besonders spannend war die Gesamtwertung aus Kugel und Flinte. Hier sicherte sich Eugen Wächter mit insgesamt 298 Punkten den ersten Platz. André Wilden folgte mit 295 Punkten auf Platz zwei. Den dritten Platz belegte Michael Stiel mit 284 Punkten.
Im Mannschaftswettbewerb setzte sich traditionell erneut der Hegering Stolberg durch und erreichte mit 1.121 Punkten den ersten Platz. Ein besonders starkes Ergebnis erzielte die Mannschaft aus Simmerath-Roetgen, die sich mit 1.027 Punkten den zweiten Platz sicherte. Den dritten Platz belegte der Hegering Kornelimünster mit 963 Punkten.
In diesem Jahr kam erstmals ein neuer Wanderpokal zum Einsatz. Die Gravur Plaketten auf dem bisherigen Pokal waren vollständig belegt, sodass kein Platz mehr für die Namen weiterer Sieger vorhanden war. Der neue Pokal wird von einem Wildschwein geziert und wurde von Schießobmann Bernd Ihrlich zusätzlich liebevoll gestaltet und aufgewertet. Als erster Sieger durfte der Hegering Stolberg den neuen Wanderpokal entgegennehmen.
Die Siegerehrung wurde von der Vorsitzenden der Kreisjägerschaft Aachen, Claudia Plum, gemeinsam mit dem stellvertretenden Vorsitzenden Richard Huppertz vorgenommen. Schießobmann Bernd Ihrlich richtete einige Dankesworte an die Schützinnen und Schützen sowie an alle Beteiligten. Ein besonderer Dank gilt ihm für die Organisation des Vergleichsschießens und die umfangreiche Auswertung der Ergebnisse.
Die Jagdhornbläser sorgten für den passenden jagdlichen Rahmen. Sie eröffneten die Veranstaltung mit einer musikalischen Begrüßung und begleiteten auch die Pausen. Zum Abschluss wurden die Totsignale für die im Wettbewerb dargestellten Wildarten, darunter Fuchs, Reh und Sau, verblasen.
Abseits des Schießwettbewerbs bot die Veranstaltung Gelegenheit zum gemeinsamen Austausch. Der Hegering Stolberg kümmerte sich mit Speck und Ei zum Frühstück sowie Würstchen in der Mittagspause um die Verpflegung. Die Jägerinnen ergänzten das Angebot mit einem Kuchenverkauf. Auch zahlreiche Gäste, die nicht selbst am Wettbewerb teilnahmen, besuchten die Veranstaltung.
Die Kreisjägerschaft Aachen dankt dem Hegering Stolberg, den Jägerinnen, den Jagdhornbläsern und allen weiteren Helferinnen und Helfern. Ihr Einsatz trug zu einem sportlich erfolgreichen und gelungenen Vergleichsschießen bei.









































































































































WDR berichtet über unser Drohnenteam
Wenn im Frühjahr die Wiesen gemäht werden, beginnt für viele Wildtiere eine besonders gefährliche Zeit. Rehkitze, junge Feldhasen und am Boden brütende Vögel drücken sich bei Gefahr instinktiv ins hohe Gras, anstatt zu fliehen. Ohne vorherige Suche bleiben sie für die Mähwerke oft unsichtbar.
Genau hier setzt unser Drohnenteam an. Mit modernster Wärmebildtechnik werden die Wiesen in den frühen Morgenstunden systematisch abgeflogen. Entdeckt die Drohne ein Wärmesignal, weisen die Pilotinnen und Piloten die Läufer am Boden präzise ein. Gemeinsam können die Jungtiere gesichert und vorübergehend aus der Gefahrenzone gebracht werden.
Über die wichtige Arbeit des Drohnenteams berichtete jetzt auch die WDR-Lokalzeit Aachen. Im Beitrag wird deutlich, wie eng Drohnenpilot und Helfer zusammenarbeiten müssen. Nicht jedes Rehkitz bleibt liegen – ältere Tiere haben oft bereits einen Fluchtinstinkt entwickelt und bringen sich selbst in Sicherheit. Die ganz jungen Kitze hingegen verlassen sich auf ihre Tarnung und sind ohne den Einsatz der Wärmebilddrohne kaum zu entdecken.
Besonders beeindruckend ist die Erfahrung vieler Ehrenamtlicher, wenn sie zum ersten Mal ein nur wenige Tage altes Rehkitz im hohen Gras finden. Oft liegt das Tier direkt vor den Füßen und bleibt dennoch nahezu unsichtbar. Erst durch die exakte Einweisung der Drohne kann es sicher geborgen werden.
Seit Beginn der diesjährigen Saison konnten unsere ehrenamtlichen Teams bereits zahlreiche Wildtiere vor dem Mähtod bewahren. Jeder Einsatz ist Teamarbeit und findet in enger Abstimmung mit den Landwirtinnen und Landwirten statt. Denn niemand möchte, dass Wildtiere bei der Mahd zu Schaden kommen – weder aus Tierschutzgründen noch wegen möglicher Folgen für die Futterqualität.
Unsere Einsätze beginnen meist lange vor Sonnenaufgang und werden vollständig ehrenamtlich durchgeführt. Was die Helfer antreibt, ist die Gewissheit, mit jedem geretteten Jungtier einen wertvollen Beitrag zum Wildtierschutz zu leisten.
Wir bedanken uns bei allen Landwirten, Jagdausübungsberechtigten, Drohnenpilotinnen und -piloten sowie den zahlreichen Läuferinnen und Läufern für ihren engagierten Einsatz. Gemeinsam retten wir Leben.
Junior Guides aus Monschau gewinnen den Biotophege- und Lernort-Natur-Preis 2026
Große Freude bei der Kreisjägerschaft Aachen e.V. und dem Erlebnismuseum Lernort Natur Monschau: Die Junior Guides wurden auf dem Landesjägertag 2026 in Salzkotten mit dem 1. Platz des Biotophege- und Lernort-Natur-Preises ausgezeichnet.
Überreicht wurde die Auszeichnung von der Präsidentin des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen, Nicole Herzig. Für die jungen Naturbotschafter war die Preisverleihung ein ganz besonderer Moment. Gemeinsam mit ihren Betreuern Andrea Pauls, Hermann Carl und Columbine Stuhlmann waren sie mit einem eigens angemieteten Bus nach Salzkotten gereist. Entsprechend groß waren die Aufregung und die Spannung, als die Entscheidung verkündet wurde.
Mit dem ersten Platz würdigte die Jury das innovative Projekt „Kinder führen Kinder“ im Erlebnismuseum Lernort Natur Monschau. Unter der Leitung von Naturführerin Andrea Pauls wurden die Junior Guides über viele Monate hinweg intensiv ausgebildet. Heute führen sie eigenständig Kindergruppen durch das Museum und vermitteln ihr Wissen über die heimische Tier- und Pflanzenwelt auf spannende, lebendige und altersgerechte Weise.Ein besonderer Höhepunkt der Preisverleihung war der Auftritt der Junior Guides auf der Bühne. Als Dankeschön für die Auszeichnung spielten die Kinder gemeinsam mehrere Jagdhornsignale und sorgten damit für einen bewegenden und würdigen Moment vor den zahlreichen Gästen des Landesjägertages.
Die Vorsitzende der Kreisjägerschaft Aachen, Claudia Plum, zeigte sich sichtlich bewegt:
„Wir sind unglaublich stolz auf unsere Junior Guides. Die Kinder haben mit ihrem Engagement, ihrem Wissen und ihrer Begeisterung für die Natur eindrucksvoll gezeigt, wie wertvoll Natur- und Umweltbildung ist. Dieser erste Platz gehört vor allem ihnen. Mein besonderer Dank gilt Andrea Pauls, die die Junior Guides mit außergewöhnlichem Einsatz, viel Herzblut und großem pädagogischem Geschick aufgebaut und begleitet hat. Ohne ihr Engagement wäre dieses erfolgreiche Projekt in dieser Form nicht möglich gewesen.“
Der Gewinn des Biotophege- und Lernort-Natur-Preises 2026 ist eine besondere Anerkennung für die engagierte Arbeit aller Beteiligten und bestätigt den erfolgreichen Weg des Erlebnismuseums Lernort Natur Monschau. Die Kreisjägerschaft Aachen e.V. gratuliert den Junior Guides herzlich zu diesem großartigen Erfolg und freut sich darauf, die weitere Entwicklung des Projekts gemeinsam zu begleiten.



Jahreshauptversammlung 2026
Gut aufgestellt für kommende Herausforderungen
Die Jahreshauptversammlung der Kreisjägerschaft Aachen am 2. Juni 2026. Gedenken, Ehrungen, Bilanz und Ausblick.
Von Albrecht Peltzer
14 Monate voller Herausforderungen, mit Unwägbarkeiten und Schicksalsschlägen – unter dieses Motto kann man die Arbeit des neuen Vorstandes der Kreisjägerschaft Aachen stellen. Vorsitzende Claudia Plum zog bei der bestens besuchten Jahreshauptversammlung am 2. Juni im Saalbau Kommer Bilanz und blickte aufkommende Herausforderungen.
Dass die Arbeit des mit viel Erwartungen im April 2025 gestarteten Gremiums – Claudia Plum, Uwe Laurien, Raphael Böttcher , Alexandra Ramrath und Björn Hemelink nicht leicht sein würde, war allen Beteiligten klar. Dass aber ein Schicksalsschlag vieles wieder ins Ungewisse stellte, eine Neubesinnung und Neuorientierung nötig machte, damit war nicht zu rechnen. Uwe Laurien, als stellvertretender Vorsitzender im neuen Vorstand eine zentrale und für Vorsitzende Plum und die „Neuen“ in der Verantwortung eminent wichtige Persönlichkeit, wurde im Dezember 2025 plötzlich und unerwartet aus der Mitte der Jägerschaft gerissen. „Für die Kreisjägerschaft war Uwe Laurien seit seinem Eintritt vor gut 15 Jahren ein sehr wichtiger Ratgeber und Gestalter, ein Freund und Weggefährte“, so Claudia Plum bei der Jahreshauptversammlung. „Er engagierte sich in führender Position unserer Kreisjägerschaft. Neben seinen ehrenamtlichen Tätigkeiten innerhalb der KJS fungierte er auch als wichtiger Berater auf unserem Schießstand Hammerwald.“
Der Übergang des alten Vorstandes zum neu gewählten Führungsgremium im Frühjahr und Sommer 2025 war geprägt durch großes Vertrauen. Und der ehemaligen Mannschaft um Sascha Ehrt, Peter Podborny und Columbine Stuhlmann kam auch in diese schwierigen Situation Ende 2025 eine besondere Bedeutung zu. „Ja es ist mir bewusst, in welche Fußstapfen wir treten werden“, hatte Claudia Plum bei ihrer Antrittsrede im April 2025 gesagt. Der „alte“ Vorstand habe es den neu Gewählten „leicht gemacht, diese Fußstapfen zu betreten“. Diese Übergabe und auch die gesamte Zeit danach seien „herausragend“ gewesen, so Plum. „Wir haben als neuer Vorstand haben alles darangesetzt, dieses hohe Maß an Professionalität zu halten.“ Nach dem Tod Uwe Lauriens seien Columbine, Sascha und Peter sofort wieder an der Seite des neuen Vorstandes gewesen. Plum: „Das ist keine Selbstverständlichkeit, dafür bin ich sehr dankbar!
Was hat den Vorstand im abgelaufenen Jahr am meisten beschäftigt? Sicher in vorderster Linie der Schießstand Hammerwald. Das Projekt Sanierung hat laut Claudia Plum durch die Beschlussfassung des Landesjagdverbandes im Juni 2025 deutlich an Fahrt aufgenommen. Künftig können von den 65 Prozent des Jagdbeitrags, die für die Schießstand-Ertüchtigung zur Verfügung stehen, auch 15 Prozent für die Sanierung abgerufen werden.
Die erste Stufe der Sanierung nimmt nun konkrete Formen an. Im kommenden Frühjahr soll nach derzeitiger Planung die erste Baumaßnahme – die Sanierung des Wurffeldes des Trapstandes – beginnen.
Claudia Plum informierte auch darüber, dass aufgrund einer Neuorientierung und Neustrukturierung des Schießstandes nunmehr der neuen Jungjägerkurs von 50 auf 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aufgestockt wird. Dass, so Claudia Plum, sei auch dank „der hervorragenden Organisation unseres Ausbildungsleiters Sascha Ehrt“ möglich.
Auch Walter Corsten, Geschäftsführer der Schießstand gGmbH, informierte auf der Jahreshauptversammlung noch einmal detailliert über die geplanten Neuerungen und die aktuelle Situation der Schießstand-Gesellschaft. Er hob hervor, wie wichtig das gesellschaftliche und politische Netzwerk des neuen Vorstandes bei den Verhandlungen mit Landesjagdverband und Verwaltung über die Zukunft und die Entwicklung des Schießstandes sei.
Getragen wird die Arbeit innerhalb der Kreisjägerschaft vor allem auch durch die Hegeringe. Die aktuell 1353 Mitglieder der KJS teilen sich auf in die Hegeringe Alsdorf/Herzogenrath/Würselen (223 Mitglieder), Eschweiler (119), Kornelimünster (325), Laurensberg (246), Monschau (95), Simmerath/Roetgen (149) und Stolberg (196). Plum dankte der „Aktiven vor Ort“, jeder Hegering habe „seine eigne Atmosphäre und tickt anders, aber genau das macht unsere Kreisjägerschaft aus“.
Ein wichtiger Faktor in der Außendarstellung der Kreisjägerschaft ist die „Rollende Waldschule“. Nur, sie macht ihrem Namen im Moment nur provisorisch alle Ehre. Der alte Lada, der die Schule durch die Lande zu den Kindern rollen ließ, hat ausgedient. Eine Übergangslösung ist gefunden, eine finale Lösung in Vorbereitung. Aber die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs kostet Geld. Und dafür werden derzeit innerhalb der Jägerschaft und darüber hinaus Spenden gesammelt.
Claudia Plum hob auf der JHV auch die Weiterentwicklung des Erlebnismuseum hervor. Mit dem Projekt „Kinder führen Kinder“ wurde unter der Leitung von Naturführerin Andrea Pauls ein innovatives Konzept ins Leben gerufen. Die sogenannten Juniorguides wurden intensiv geschult und führen sehr erfolgreich Kindergruppen durch unser Museum. Auch nehmen sie an Einsätzen der Rollenden Waldschule teil und vermitteln ihr Wissen an Kinder. Mit diesem Konzept hat sich die Kreisjägerschaft bei Wettbewerben des LJV und der Stawag Aachen beworben.
Die Jägerschaft in Aachen kann sich auf viele engagierte Jägerinnen und Jäger verlassen, die die Traditionen pflegen, die aktiv in der Hege sind und die die Arbeit der Kreisjägerschaft auf vielen Ebenen unterstützen . Daher ist die Jahreshauptversammlung auch der richtige Platz, Dank zu sagen. Ausgezeichnet wurden zum Beispiel für 25 Jahre Mitgliedschaft Simon Brunkartz und für 40 Jahre Karl-Heinz Kuckelkorn, der in diesem Jahr von der Städteregion zum Naturschutzwächter bestellt worden ist.
Für den guten Ton inner- und außerhalb der KJS Aachen sorgen die Jagdhornbläser. Mit der Jagdhornbläser-Verdienstnadel in Bronze geehrt wurden Stefan Ganser, Hildegard Casteel und Andrea Mager. Franz Düsing wurde mit der Verdienstnadel in Gold dekoriert, eine Sonderehrung erhielt Jens Sander.
Der April und Mai steht traditionell auch im Zeichen aktiven Tierschutzes. Die Drohnenteams der Kreisjägerschaft sind bisweilen täglich – man muss präziser sagen in der sprichwörtlichen Herrgottsfrühe – in der Städteregion unterwegs, um Kitze vor der anstehenden Mahd in Sicherheit zu bringen und so vor dem sicheren Tod zu retten. Claudia Pllum ehrte auf der JHV die Kernmannschaft der Drohnenteams Nord und Süd mit der Verdienstnadel in Bronze. Namentlich sind dies die Piloten Markus Baltuttis, Stephan Willems, Dominik Puhl und Andre Wilden, Organisator und Planer Erich Seibert im Backoffice sowie die unermüdlichen Läuferinnen und Läufer Addi Klinkhammer, Christian Ohler, Claudia Stommen, Cornelia Dressen, Ger Brauers, Johannes Wirtz, Tanja Ortmanns und Werner Matheis. Einer in dieser Riege der „Helfer“ verdient eine besondere Erwähnung: Veith Baltuttis. Mit seinen zehn Jahren ist er der mit Abstand jüngste „Läufer“ und immer mit Feuereifer dabei – seit sechs Jahren!
Geehrt mit Bronze wurden schließlich auch Thomas Förl, der seinen privaten Zerwirkraum in der Eifel mit allem Equipment der KJS Aachen unentgeltlich zur Verfügung stellt, sowie Elmar Brandenburg für seine innovative und verlässliche Arbeit als Host der Website.
Der Tod Uwe Lauriens machte es notwendig, die Position als zweiter Vorsitzender der KJS neu zu besetzen. Auf Vorschlag des Vorstandes stellte sich Richard Huppertz zur Wahl. Vielen Jägerinnen und Jägern ist er in seiner Funktion in der Mitgliederverwaltung bekannt gewesen. Fast hundertprozentige Zustimmung – es gab eine einzige Gegenstimme – sind Vertrauensvorschuss und -beweis dafür, dass Huppertz ideal ins Vorstandsgremium passt und seine Kompetenzen in die künftige Arbeit einbringen wird.





























Waffenrecht aktuelle Entwicklungen
Typische Fallstricke beim Umgang mit Waffen und Munition
Im Rahmen eines Vortrags zum Thema „Typische Fallstricke beim Umgang mit Waffen und Munition“ informierte Rechtsanwalt Georg Amian, Vorsitzender eines Jagdaufseherverbandes, über aktuelle Entwicklungen im Waffenrecht und deren Auswirkungen auf Jäger und legale Waffenbesitzer. Die Veranstaltung im Schützenheim Hitfeld war mit rund 100 Teilnehmern sehr gut besucht und bewusst als Diskussionsrunde angelegt. Zahlreiche Fragen aus dem Publikum sowie eine Vielzahl realer Praxisfälle sorgten für einen lebendigen und informativen Austausch.
Amian schilderte dabei nicht nur die jüngsten gesetzlichen Änderungen, sondern vor allem deren praktische Folgen. Besonderes Augenmerk lag auf der Verlagerung von Zuständigkeiten bei der Zuverlässigkeitsprüfung sowie auf den erweiterten Befugnissen der Waffenbehörden. Nach seiner Einschätzung führen die neuen Regelungen zunehmend zu Konflikten zwischen rechtlichen Vorgaben und der jagdlichen Praxis.
Anhand zahlreicher Mandate und Gerichtsverfahren zeigte der Referent auf, wie bereits formale Fehler erhebliche Konsequenzen nach sich ziehen können. Wiederholt verwies er darauf, dass im Waffenrecht oftmals nicht die tatsächliche Gefährlichkeit eines Verhaltens entscheidend sei, sondern allein die Frage, ob gegen gesetzliche Vorschriften verstoßen wurde. Nach der geltenden Rechtsprechung könne bereits ein einmaliger Verstoß gegen Aufbewahrungs-, Transport- oder Meldepflichten ausreichen, um die waffenrechtliche Zuverlässigkeit infrage zu stellen.
Als Beispiel schilderte er einen Fall, in dem Erben geerbte Waffen nicht fristgerecht anmeldeten. Obwohl das Gesetz solche Versäumnisse grundsätzlich als Ordnungswidrigkeit bewertet, kam es zu einer Hausdurchsuchung und einem Strafverfahren. In einem weiteren Fall führte die fehlerhafte Aufbewahrung eines großen Magazins dazu, dass die waffenrechtliche Zuverlässigkeit infrage gestellt wurde, obwohl sich der Betroffene auf behördliche Informationen berufen hatte.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Frage, welche erweiterten Möglichkeiten Waffenbehörden heute bei Sicherstellungen und Durchsuchungen haben. Amian berichtete hierzu von mehreren Fällen aus seiner anwaltlichen Praxis, in denen aus seiner Sicht unverhältnismäßige Maßnahmen ergriffen wurden. Zugleich machte er deutlich, dass Betroffene in solchen Situationen besonnen handeln und ihre Rechte kennen sollten.
Weitere Themen waren die Änderungen im Messerrecht sowie die Freigabe digitaler Vorsatz- und Nachsatzgeräte einschließlich Wärmebildtechnik für bestimmte jagdliche Anwendungen. Hier verwies der Referent darauf, dass die neuen Möglichkeiten zwar Erleichterungen für die Jagdpraxis schaffen, ihre Nutzung jedoch an klare rechtliche Voraussetzungen gebunden bleibt.
Die zahlreichen Fragen der Teilnehmer zeigten, wie groß der Informationsbedarf unter Jägern und Waffenbesitzern ist. Die vorgestellten Praxisfälle machten deutlich, dass selbst erfahrene und langjährig zuverlässige Waffenbesitzer ungewollt in rechtliche Schwierigkeiten geraten können.
Das Fazit des Referenten fiel eindeutig aus: Wer Waffen besitzt oder jagdlich tätig ist, muss die rechtlichen Vorgaben genau kennen und konsequent einhalten. Sorgfalt, Dokumentation und regelmäßige Information über gesetzliche Änderungen seien heute wichtiger denn je.




Wild mal anders – Grillen mit Gerd Brinker
Am 11.04. nutzten 23 Jägerinnen und Jäger der Kreisjägerschaft Aachen die Möglichkeit einem der wohl bekanntesten und kreativsten Wildsommeliers im Bereich der Wildveredlung über die Schulter zu schauen. Gerd versteht es wie kein anderer Wildgerichte in Vollendung zu kredenzen, ohne dabei das Ausgangsprodukt aus den Augen zu verlieren und alle Teilnehmer des Workshops mit in die Zubereitung einzubeziehen. Es wurde zerwirkt, pariert und nun ja, ab und an auch einfach nur geschnippelt, dem Geschmackserlebnis hat das keinen Abbruch getan. Die Vielfalt der Gerichte und Zubereitungsarten hat bei allen Kursteilnehmern sicher Spuren hinterlassen und zwar im 100% positiven Sinne.
Alles in allem war es ein absolut gelungener Tag, an dem niemand hungrig nach Hause ging. Die einhellige Meinung war – wir sind beim nächsten Event wieder mit dabei!
Dieser Bericht könnte, wie das ja eigentlich meistens so ist, an dieser Stelle einfach enden und der ein oder andere würde sich sicher ein wenig ärgern nicht dabei gewesen zu sein, aber – Das Allerbeste kommt zum Schluss:
Die Rezepte zum Grillevent Gerichte hat Claudia Ihrlich dankenswerterweise in Kochbuchmanier für Sie zusammengefasst und mit Bildern von Alexandra Ramrath ergänzt, so dass nun jedes KJS Mitglied die Möglichkeit hat selbst einen Hauch Brinker-Charme daheim zu verbreiten.
Wir wünschen viel Spaß beim Nachgrillen 😉

Hier bieten wir euch auch noch ein kleines Kochbuch mit leckeren Gerichten an !
Bilder



2026 – Karfreitag – die Traditon besteht fort
Karfreitag ist bei der Kreisjägerschaft Aachen traditionell der Tag des Austauschs, des Kennenlernens und der Präsentation. Viele Jägerinnen und Jäger, Angehörige, Freundinnen und Freunde trafen sich zum Familientag auf dem Gelände des Schießstandes Hammerwald in Stolberg.
Claudia Plum, Vorsitzende der Kreisjägerschaft Aachen, konnte zahlreiche Gäste begrüßen. Den feierlichen Auftakt gestalteten traditionell die Jagdhornbläserinnen und -bläser, die mit ihren Signalen für eine stimmungsvolle Eröffnung sorgten. Unter den Gästen befanden sich unter anderem der stellvertretende Städteregionsrat Friedhelm Krämer, die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Stolberg, Saskia Engelhard, sowie der Dezernent der Stadt Aachen für Personal und Sport, Markus Kremer.
Traditionell startete das Programm mit der Vorführung der Jagdhunderassen, erstmals moderiert von Columbine Stuhlmann, Dozentin Jagdhundewesen im Vorbereitungslehrgang der KJS Aachen, die mit Unterstützung von Rolf Kuckelkorn fachkundig, humorvoll und anschaulich auch den Laien die spezifischen Merkmale der verschiedenen Jagdhunde näherbrachte. Tradition hat dann auch, dass die angehenden Jungjägerinnen und Jungjäger, für die knapp drei Wochen später die Prüfung anstand, hier noch einmal ihr Wissen unter Beweis stellen – und falls notwendig – Wissenslücken schließen konnten.
Aber nicht nur um Jagdhunde geht es beim Familientag am Karfreitag. Zahlreiche Institutionen stellen ihre Arbeit im Dienst der Jagd vor: Das Drohnenteam zur Jungwildrettung, das mit Unterstützung vieler Freiwilliger in den kommenden Wochen wieder frühmorgens die Wiesen nach Rehkitzen absuchen wird. Der Lernort Natur mit der rollenden Waldschule, der insbesondere bei den jüngeren Besucherinnen und Besuchern auf großes Interesse stößt. Ebenso vertreten sind der Jagdgebrauchshundeverein, die Falkner, die Jagdhornbläserinnen und -bläser, die Mitglieder der Schießmannschaften des jagdlichen Schießens sowie die Vertreterinnen und Vertreter der Hegeringe innerhalb der KJS Aachen.
Plum dankte den zahlreichen Helferinnen und Helfern, die diesen Tag und er Form wieder möglich gemacht hatten und vor allem Ausbildungsleiter Sascha Ehrt, der für die Gesamtorganisation verantwortlich zeichnete.
Ein Dank ging ausdrücklich auch an die Sponsoren Bosch und Happy Dog für die Präsente für die Hundeführerinnen und Hundeführer.

























































Auf Einladung von Armin Laschet nahmen Mitglieder der Kreisjägerschaft Aachen an einer Bundespressefahrt im März diesen Jahres nach Berlin teil.
Hier finden Sie einen Bericht zur Reise!

Presse-Echo Hermann Carl 2025
Von Albrecht Peltzer
Unser Hermann „Einer von 18 Millionen“
Wer einmal das ausgesprochene Vergnügen hatte, Hermann Carl kennen zu lernen, der weiß um die Faszination seiner Berichte, Erzählungen, Anekdoten rund um die Jagd, um Flora und Fauna, Natur und Umweltschutz. Mit Leidenschaft vermittelt er mit seiner der rollenden Waldschule seine Kenntnisse seit vielen Jahren Jungen und Mädchen in der gesamten Region. Die Archive der Medien sind voll mit Berichten über Hermann Carl.
Dass Hermann Carl (Jahrgang 1953) jetzt auch zu einer Art „Instagram-Star“ wird, verdankt er der Aktion „Einer von 18 Millionen“. Timon Radicke, Pressereferent der NRW-Staatskanzlei porträtiert unter dem Titel ganz besondere Persönlichkeiten aus Nordrhein-Westfalen. Und so machte sich Radicke mit Kamera „bewaffnet“ auf nach Roetgen, um Hermann Carl bei einem Besuch der Privatschule Conventz zu begleiten und zu beobachten. Denn nur, wer den engagierten Naturfreund live erlebt, kann sich ein wahres Bild von der so beeindruckenden Arbeit Carls machen. Der Ort war wohl gewählt. Die Privatschule ist seit Jahren zertifizierte Nationalparkschule und engagiert sich seit vielen Jahren fächerübergreifend für Natur- und Umweltbildung.
Eine Woche drehte sich jetzt in der Schule alles um „Natur-und Artenvielfalt“. Hermann Carl konnte den Sechst- und Siebtklässlern dazu natürlich viel erzählen und durch Präparate der rollenden Waldschule anschaulich erklären. Und auch Timon Radicke verfolgte gespannt mit der Kamera den so praxisnahen Unterricht Carls. Es ging dabei auch darum, mit gängigen Vorurteilen über die Jagd auszuräumen. Carl verstand es wie immer heraus zu arbeiten, wie allen gesellschaftlichen Gruppen – von Kommunen über Erholungssuchende bis hin zur Jägerschaft, Landwirten und Förstern – daran gelegen sein muss, gemeinsam für Natur und Umwelt aktiv zu sein und ein Gleichgesicht in der Natur zu schaffen und zu erhalten.
Mit der Reihe „Einer von 18 Millionen“ erreicht die Staatskanzlei natürlich vor allem junge Menschen, die Medien (fast) ausschließlich digital kommunizieren. Eine ideale Vermittlungsform, um größtmögliche Reichweite für das Thema Jagd und Naturschutz zu erhalten. Und um einen Menschen zu würdigen, der seit Jahrzehnten genau für diese Sache unermüdlich unterwegs ist: Hermann Carl.
Hermann Carl, der auch Initiator des Erlebnismuseums Lernort Natur in Monschau. Für sein Engagement erhielt er schon 2014 den Europäischen Sozialpreis“. Mit weiteren Auszeichnungen – unter anderem die Naturschutzplakette in Bronze des Landesjagdverbands NRW für besondere Verdienste im Wildtier- und Biotopschutz sowie die Bundesverdienstmedaille – wurde sein Wirken gewürdigt.
Die Rollende Waldschule fährt als mobiler „Lernort Natur“ der Kreisjägerschaft Aachen in weit über 1000 Einsätzen schon viele Jahre von Schule zu Schule, in Altenheime und Behinderteneinrichtungen sowie zu vielen großen Wochenendveranstaltungen. Für die Schulen, Behinderteneinrichtungen und Altenheime ist der Unterricht kostenlos.




Video zu Hermann Carl und zu Lernort Natur
Jungwildrettung des Drohnenteams der KJS Aachen 2025
Von Albrecht Peltzer
„Sicher ist, dass sie uns Einiges abverlangen wird: verkürzte Nächte, körperliche Anstrengung, frieren und schwitzen.“ So steht es in einer WhatsApp-Nachricht im gerade angelegten Chat „DT-Einsatzgruppe 2025“. Es ist der 9. April 2025 und wieder stehen für die Kitzretter anstrengende Wochen an. Mehr als 50 Menschen habe sich der Gruppe angeschlossen. Bereit, auch in diesem Jahr mit großem Engagement dafür zu sorgen, dass soeben gesetzte Kitze und anderes Wild nicht den Mähmaschinen der Landwirte zum Opfer fallen.
Verkürzte Nächte? Vielleicht klingt das auch noch zu entspannt. Denn bisweilen gehen die Einsätze bereits gegen 3 oder 4 Uhr los. Da ist viel Stehvermögen und sehr viel Idealismus verlangt. „Fliegen um 4 Uhr, fünf bis sechs Läufer wären hilfreich“, schreibt Markus Baltuttis wenige Tage später im Gruppen-Chat. Den Button „Bin dabei“ klicken fünf Helferinnen und Helfer an, viele müssen natürlich aus den unterschiedlichsten Gründen ankreuzen: leider nicht.
So funktioniert die Organisation. Kurze Nachrichten, Standort schicken, Einsatzgebiet, Flächengröße – und die Teams sind in der Nacht, manchmal auch tagsüber startklar. Es kommt immer darauf an, wie die Absprache mit den Landwirten und den Jagdausübungsberechtigten abläuft. Da muss man im übertragenen Sinne Hand in Hand arbeiten. Dann kann nach anstrengenden Minuten und Stunden in vielen Fällen – zum Beispiel am 27. Juni – gepostet werden: „Einsatz beendet. Sieben Stück Rehwild, ein mobiles Kitz, drei Hasen, zwei Gesperre Fasan.“ Lachende, zustimmende Emojis werden gepostet, dass ein oder andere Herz ist dabei.
Markus Baltuttis gehört wie Kevin Vossen und Stephan Willems zum Drohnenteam Nord. Sie sind die Piloten, die die Wärmebildkameras über die Felder und Wiesen fliegen lassen. Dazu kommen dann die jeweiligen Läufer. Einige sind bei sehr vielen Einsätzen im Laufe der Saison dabei, andere sporadisch. Aber es passt immer, dass ein einsatzfähiges Team am Start ist. Rund 1500 Hektar werden im Norden von April bis Juni abgeflogen, rund 100 Kitze können geborgen und gerettet werden. Dazu Junghasen und Gelege. Eine Erfolgsgeschichte.
Wie auch beim Südteam, das von den Drohnenpiloten Dominik Puhl, Werner Mattheis, Martin Corsten und Andre Wilden angeführt wird. 2000 Hektar werden im Einsatzzeitraum abgeflogen, 20 Kitze können gerettet werden.
Zu den einzelnen Einsätzen gibt es eine rege Kommunikation über einen zweiten WhatsApp-Chat. Fotos werden gepostet, Erfahrungen ausgetauscht, es wird auch mal einfach nur ein wenig geklönt, man hat sichtlich Spaß, Teil dieser Gemeinschaft zu sein.
Und dazu gehört natürlich auch, den gemeinsamen Erfolg zu feiern. Etwa 50 Kitzretter finden sich Mitte Juli im Schützenheim Soers zum Grillfest ein. Den Dank des Vorstandes der Kreisjägerschaft Aachen überbringt Vorsitzende Claudia Plum, die dann im wahren Wortsinn den Vogel abschießt – beim Schießen auf den Holzvogel.
Nach der Kitzrettung ist vor der Kitzrettung: Für das kommende Jahr ist die KJS mit vielen engagierten Helferinnen und Helfern gut aufgestellt. Die Nächte werden wieder kurz sein. Und sicher wird gepostet: „Uns wird einiges abverlangt.“ Aber jedes gerettete Wild ist jede Strapaze wert. (alp)



Aachener Hilfe im Einsatz gegen die Afrikanische Schweinepest – ASP
Nils Kaletsch ist mit Rüde Kimi Mitglied der ASP-Suchhundestaffel des Landes Nordrhein-Westfalen
Von Albrecht Peltzer
Die Mitteilung kam am Freitag nach Pfingsten. Nach den bestätigten ASP-Fällen in der Gemeinde Kirchhunden im Kreis Olpe müssen Spezialisten mit guter Nase und geschultem Führer vor Ort helfen, die Ausbreitung der gefährlichen Tierseuche zu verhindern. Kimi, ein viereinhalbjähriger Kleiner Münsterländer, ist ein solcher ausgesuchter „Fachmann“. Ende 2023 ist der Rüde als ASP-Suchhund zertifiziert worden. Der Aachener Nils Kaletsch hat seinen Jagdhund intensiv auf diese Aufgabe vorbereitet. Kimi absolvierte die ausgesprochen diffizile und höchst anspruchsvolle Ausbildung zum Suchhund in Sachen Tierseuchen.
„Es zahlt sich jetzt aus, dass das Land NRW schon früh reagiert hat“, berichtet Kaletsch. Die immer häufiger auftretenden Fälle Afrikanischer Schweinepest in der Bundesrepublik ließen es als absolut notwendig erscheinen, auf den Tag X vorbereitet zu sein. Sofort richtig handeln, alle notwendigen Maßnahmen koordiniert und vernetzt einleiten. Die vor einigen Jahren eingerichtete Suchhundestaffel NRW ist ein wichtiger Bestandteil des Gesamtkonzeptes gegen die ASP.
Zahlreiche Suchhundegespanne gibt es in NRW. Sie waren seit der ersten Alarmierung mehrfach im betroffenen Gebiet im Einsatz. Zwei Drittel von ihnen sind Ehrenamtler, wie Nils Kaletsch. Als verbeamteter Lehrer wurde er für diese höchst anspruchsvollen Einsätze freigestellt. Anspruchsvoll nicht nur wegen der Verantwortung, auch körperlich und mental gehen die Gespanne bisweilen an ihre Grenzen. Das Gebiet im Kreis Olpe zum Beispiel verlangte von Mensch und Hund einiges ab an Kondition und Konzentration.
Die Hunde sind darauf spezialisiert, Wildschweinkadaver aufzuspüren. Dazu werden sie regelmäßig trainiert, ihre Nase darf sie nicht trügen, wenn es darum geht, schnell und effektiv gegen die ASP vorzugehen. Das klingt einfach, ist aber hochkomplex. Weil alle verschiedenen Verwesungszustände der Wildschweine und die dafür typischen Geruchsnuancen gelernt und beherrscht werden müssen.
In drei Schritten erfolgt die Arbeit des Gespannes. Zunächst die freie Suche. Ist die von Erfolg gekrönt, nimmt der Suchhund einen Bringselverweiser in den Fang und zeigt dem Hundeführer damit den Sucherfolg an. Dann kommt der Hund an die Leine und leitet den Hundeführer zum Fundort. Dass auf die Nasen Verlass ist, hat auch Kimi im Einsatz zu 100 Prozent unter Beweis gestellt. Er spürte ein Stück Schwarte auf, nur wenige Zentimeter groß. Die sofortige Untersuchung ergab dann laut Kaletsch, dass der Fund nicht mit ASP-Viren infiziert war.
Bisher sind zwölf Kadaver im betroffenen Gebiet gefunden worden. Untersuchungen des Friedrich-Löffler-Institutes haben ergeben, dass es sich um eine Virusvariante aus Kalabrien in Süditalien handelt, die wahrscheinlich durch verseuchte Lebensmittel nach Deutschland gelangte. Das schnelle Auffinden der verseuchten Tiere und die schnelle Reaktion aller beteiligten Institutionen – darunter auch die Wildtierseuchen-Vorsorge-Gesellschaft – haben dazu geführt, dass der gefährdete Bereich lokal begrenzt werden konnte.
Die Arbeit ist nach den bisherigen Funden aber noch nicht abgeschlossen. Weiter geht es darum, eine mögliche Ausbreitung über den betroffenen Bereich hinaus zu verhindern, potenzielle verseuchte Kadaver zu sichern, das entsprechende Gelände zu desinfizieren und alle Maßnahmen aufrecht zu erhalten, die die ASP im Zaum hält.
In der Region rund um die Fundorte der infizierten Kadaver gilt nach Aussage des NRW-Ministeriums für Landwirtschaft und Verbraucherschutz grundsätzlich, dass ausgewiesene Wege nicht verlassen werden dürfen und Hunde nicht frei herumlaufen. Der Transport von Schweinen aus einem Betrieb, der in einer infizierten Zone gelegen ist, ist bis auf wenige Ausnahmen nicht erlaubt.
Bei Totfunden weiterer Tiere muss direkt das zuständige Kreisveterinäramt informiert werden, das dann unmittelbar die Bergung der gefundenen Tiere übernimmt. „Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es aufgrund der erlassenen Allgemeinverfügung untersagt ist, selbstständig innerhalb der infizierten Zone nach Wildschweinen zu suchen beziehungsweise als Jagdausübungsberechtigter Schwarzwild zu erlegen beziehungsweise dann selbst zu bergen“, so das Ministerium.
Wichtig sei es zudem, in der infizierten Zone jegliche Beunruhigung der Wildschweinpopulation zu vermeiden. Daher gelten eine sofortige Jagdruhe und eventuell auch sonstige Einschränkung von Ernte- und Forstarbeiten.



Rehkitzrettung mit Wärmebild & Herz
Dank neuer Drohne von der EWV
REGION Wenn andere sich nochmal im Bett umdrehen, beginnt für Claudia Plum und das Team der Kreisjägerschaft Aachen der Tag. Denn zwischen Mai und Juli sind sie in der Städteregion täglich als ehrenamtliche Rehkitzretter unterwegs – unterstützt von moderner Technik, viel Engagement und seit Kurzem auch von der EWV Energie- und Wasser-Versorgung GmbH.
Die ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen haben ein klares Ziel: Wildtiere vor dem Mähtod zu bewahren. Denn Rehkitze bleiben bei Gefahr instinktiv ruhig und flach liegen, statt zu fliehen – was sie für Mähmaschinen unsichtbar macht. Besonders gefährlich wird es, wenn die Landwirte ihre Felder ernten.
Enge Zusammenarbeit mit Landwirten
Für die Landwirte muss die Arbeit weitergehen: Heu muss gemacht, Getreide gemäht werden. Bevor sie starten, informieren sie oder die jeweiligen Jagdpächter die Drohnenteams der Kreisjägerschaft. Dann zählt jede Minute: Zwischen der Info und dem Mähen bleibt oft nur ein kleines Zeitfenster, um die Felder abzufliegen und Jungtiere in Sicherheit zu bringen.
Schon in den frühen Morgenstunden – oft gegen 3 oder 4 Uhr – fliegt das Drohnenteam die Felder ab. Die Wärmebildkamera erkennt die Tiere durch die abgegebene Körperwärme. Der Boden ist zu dieser Uhrzeit noch kühl, so sind sie gut erkennbar. Wird ein Kitz geortet, bergen es die Helferinnen und Helfer und legen es vorsichtig an sicherer Stelle ab. Dann können die Maschinen ihr Tagwerk tun.
„Früher haben wir die Felder zu Fuß abgesucht, heute erleichtern uns die Drohnen die Arbeit erheblich“, sagt Claudia Plum, Vorsitzende der Kreisjägerschaft Aachen. „Doch ein paar unserer Drohnen waren anfällig oder nicht mehr ausreichend leistungsfähig.“

Technische Unterstützung aus der Region – durch die EWV
Dank der Unterstützung der EWV konnte nun eine hochmoderne Drohne mit leistungsstarker Wärmebildtechnik angeschafft werden. Mit einem 55-fachen Bild-Zoom, langer Akkulaufzeit und stabilen Flugeigenschaften ist sie für die Rehkitzrettung bestens geeignet. Gefördert wurde die Anschaffung im Rahmen des EWV-Projekts „Region PLUS“ – einem Fördertopf, der regionale Vorhaben rund um Umwelt, Nachhaltigkeit und Gemeinwohl unterstützt.
„Diese Drohne hilft uns enorm“, betont Claudia Plum. „Sie ergänzt unsere Ausrüstung perfekt und macht unsere Arbeit deutlich effizienter.“
Über 1.600 Hektar abgesucht – 114 Rehkitze gerettet
Ein Blick auf die Zahlen zeigt den Erfolg des ehrenamtlichen Einsatzes: Allein in der Saison 2024 wurden in der Städteregion rund 1.600 Hektar abgesucht – eine Fläche größer als das Stadtgebiet von Würselen. 114 Rehkitze wurden gerettet. Nicht mitgerechnet: Hasen und andere Wildtiere, die ebenfalls von den Einsätzen profitieren.
Trotz der modernen Technik bleibt der Einsatz körperlich fordernd. Zehn Kilometer Fußmarsch pro Morgen sind keine Seltenheit. Und dennoch: Die Motivation ist groß, nicht nur für das gute Gefühl, Tierleben zu retten. Etwas in der Gemeinschaft für die Natur zu tun, ist für viele das Entscheidende“, sagt Claudia Plum.
Neuer Vorstand mit alten Gesichtern
Die diesjährige Mitgliederversammlung der KJS-Aachen wurde mit besonderer Spannung erwartet, da die turnusmäßige Neuwahl des Vorstands anstand. Wie bereits auf der Versammlung 2024 bekanntgegeben, traten die bisherige Vorsitzende Columbine Stuhlmann, der stellvertretende Vorsitzende Peter Podborny und der Schatzmeister Sascha Ehrt nicht mehr zur Wahl an.
Daher war das vergangene Jahr geprägt von vielen Telefonaten, Sondierungsgesprächen und Mailverkehr, um geeignete Nachfolger zu finden und diese dann auch auf ihr Amt vorzubereiten. Durch diese gewissenhafte Arbeit konnten drei würdige Aspiranten gefunden werden, die bereit waren sich der Herausforderung der Vorstandsarbeit zu stellen.
Für das Amt der Vorsitzenden stellte sich Claudia Plum zur Wahl, für das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden Dr. Uwe Laurien und als Schatzmeisterin Alexandra Ramrath.
Wie von einigen stimmberechtigten Mitgliedern gewünscht stellten sich Claudia Plum und Alexandra Ramrath vor, da diese nicht allen Anwesenden bekannt waren.

Claudia Plum ist Diplomkauffrau hat 2 erwachsene Kinder, ist seit mehr als 35 Jahren ehrenamtlich im politischen Sektor aktiv und verfügt daher über eine diesbezüglich hervorragende Vernetzung. Ihr Interesse an der Jagd wurde schon vor etlichen Jahren geweckt und durch den jagenden Freundeskreis gefördert. Leider ließ es ihr beruflicher Alltag erst 2022 zu, den Jagdschein zu erwerben. In Kenntnis darüber, dass dieser Umstand bei dem ein oder anderen Mitglied zumindest Grund zur Nachfrage aufbringen würde, begegnete Claudia damit, dass sie sich auf jeder Mitgliederversammlung der Hegeringe persönlich vorstellte. Entsprechend groß war dann auch der Zuspruch den sie von den anwesenden Mitgliedern erhielt. Columbine Stuhlmann bekräftigte, dass große Vertrauen, dass sie und der restliche Vorstand in die Kandidatin haben.
Alexandra Ramrath ist diplomierte Volkswirtin und schon seit fast 30 Jahren im Controlling tätig. Ihre Qualifikation für das Amt der Schatzmeisterin ist damit schon beruflich gegeben und auch die Jagd im hessischen Familienrevier übt sie seit 34 Jahren aus. Sie freut sich auf die neue Herausforderung und möchte die Finanzen der KJS-Aachen ebenso professionell, wie transparent und erfolgsorientiert weiterführen.
Dr. Uwe Laurien als langjähriges und in vielen Bereichen involviertes Mitglied der KJS benötigte keiner Vorstellung, ebenso wie die bereits im „alten“ Vorstand Aktiven, Rafael Böttcher (stellv. Vorsitzender) und Dr. Björn Hermelink (Schriftführer), die das zur Wahl stehende Vorstandsteam komplettierten.
Dieses sich zur Wahl stellende Team wurde auch von den Mitgliedern mit großer Mehrheit gewählt und nahmen die Wahl an. Damit werden sie die Geschicke der KJS-Aachen für die nächste Amtsperiode mit besten Wissen und Gewissen lenken.
Wir wünschen Ihnen einen guten Start in das neue Jagdjahr mit viel Waidmannsheil!
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Vorstand
Brauchtum Landeswettbewerb Jagdhornblasen
Im Mai 2025 fand in Kaiserslautern der diesjährige, rheinland-pfälzische Landeswettbewerb im Jagdhornblasen statt.
Erstmalig gab es eine Kategorie Quartett, bei der vier Bläser vierstimmig ein Pflicht- und ein Kürstück auf offener Bühne vortragen müssen.
Nach langer, sorgfältiger Vorbereitung gelang es unseren Laurensbergern auf Anhieb, den ersten Platz zu erringen und so die Kreisjägerschaft Aachen würdig zu vertreten.

2025 – Karfreitag – die Tradition besteht fort
Wie schon in den vergangenen Jahren, so fand auch in diesem Jahr, erstmalig unter Leitung der neuen Vorstandsvorsitzenden der KJS-Aachen Claudia Plum, wieder die bekannte Karfreitagsveranstaltung auf dem Schießstand Hammerwald statt.
Die besonders für die angehenden Jägerinnen und Jäger des Vorbereitungslehrgangs angedachte Vorführung der verschiedensten Jagdhunderassen wurde vom Vorsitzenden des Jagdgebrauchshundverein Aachen und gleichzeitig Dozenten für Jagdhunde und Kynologie des Vorbereitungslehrgangs, Rolf Kuckelkorn, in seiner gewohnt eloquenten Art begleitet. Neben den verschiedenen Einsatzgebieten unserer unverzichtbaren Jaghelfer wurde auch auf die für einen brauchbaren Jagdhund nötigen Prüfungen eingegangen.
Dass die KJS noch einiges mehr zu bieten hat, wurde durch die Vielzahl an Ständen und Darbietungen deutlich. Schon im Eingangsbereich wurden die Besucher von den Greifen des Deutschen Falkenordens begrüßt, gefolgt von den zahlreichen Präparaten der Rollenden Waldschule und dem Jagdgebrauchshundverein Aachen.
Im oberen Bereich des Schießstandes präsentierten sich die Hegeringe, Obbereiche und der Jagdaufseherverband NRW e.V.
Besonders die Jungen Jäger hatten sich in diesem Jahr etwas Besonderes einfallen lassen. Auf einem extra dafür eingerichteten Schießstand hatten Besucher die Möglichkeit ihre Schießfertigkeit mit dem Luftgewehr unter Beweis zu stellen. Als Preis winkte, wie sollte es auch anders sein, ein Osterei.
Eine Überraschung war auch noch für die ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder Columbine Stuhlmann, Sascha Ehrt und Peter Podborny mit im Programm. Als Dank für ihre unermüdlichen Einsatz für die KJS-Aachen konnten sie sich über einige Präsente freuen, die von Claudia Plum überreicht wurden.
Das für die kommende Saison schon in den Startlöchern stehende Drohnenteam hatte nicht nur seine neue durch von der EWV dankenswerterweise gesponserte Drohne mit im Gepäck, sondern auch zahlreiches weiteres Equipment zur Jungwildrettung.
Begleitet wurde die gesamte Veranstaltung von den Bläserinnen und Bläser der KJS, die wieder einmal zeigten, dass besonders das gelebte Brauchtum ein unverzichtbarer Teil jeglicher jagdlichen Unternehmung in der KJS-Aachen ist. Als Gast konnten in diesem Jahr Jagdhornspieler aus Belgien begrüßt werden, die ihre Fertigkeiten auf der Trompe de Chasse demonstrierten.
Auch in diesem Jahr hat sich wieder gezeigt, dass die Karfreitagsveranstaltung sich zu einem festen Bestandteil im Kalender der KJS-Aachen gemausert hat, die alljährlich nicht nur Jägerinnen und Jäger, sondern immer auch viele naturinteressierte Besucher anlockt.









28.02.2024: Der Waschbär in der StädteRegion Aachen
eine zunehmende Bedrohung für den Artenschutz
Unter diesem Motto fand ein Vortragsabend in der StädteRegion Aachen auf Einladung der Biologischen Station und der Kreisjägerschaft statt.
so lautete das Thema des Vortrags am vergangenen Montag, im bis auf den letzten Stuhl besetzten Saalbau Kommer. Ein deutliches Zeichen, dass durch das vermehrte Auftreten des Waschbärs und die damit einhergehenden Probleme dringender Informations- und Handlungsbedarf besteht, den die KJS Aachen mit dem Vortragsabend und der im Nachgang geplanten Installation eines Arbeitskreises Waschbär angeht.
Columbine Stuhlmann als Vorsitzende der KJS Aachen eröffnete zusammen mit Jonas Theegarten, Leitung Naturschutz, Landschaftspflege, Jagd und Fischerei im Umweltamt der StädteRegion Aachen die Veranstaltung und begrüßte die zahlreichen Gästen.
Die Moderation des weiteren Abends übernahmen der Leiter der Biologischen Station Dr. Björn Scholz-Starke und der Kreisjagberater Jan-Valentin Wiesmeyer.
Wildmeister Elmar Eickhoff referierte über die Biologie des Waschbärs und wie diesem jagdlich am besten beizukommen ist. Besonders die gezielte Fallenjagd ist der Schlüssel eines nachhaltigen Managements. Herr Eickhoff machte deutlich, dass bei der Bejagung und der damit einhergehenden Beurteilung der Regulationsmaßnahmen immer auch das Vorkommen der Geschlechter betrachtet werden muss. Während junge Rüden fast ausnahmslos das elterliche Streifgebiet verlassen, neigen die Fähen dazu in der Nähe des Geburtsortes zu verbleiben. Besteht die erlegte Strecke also ausnahmslos aus Rüden deutet das darauf hin, dass im bejagten Gebiet noch keine Reproduktion stattgefunden hat.
Als nächstes berichtete die Leiterin des EU-Projekts LIFE-Amphibienverbund Bettina Krebs zusammen mit Sascha Ehrt über die Bestandssituation des Waschbärs im Stolberger Raum und der damit einhergehenden Einflussnahme auf die Amphibienpopulationen. Besonders die im Projekt untersuchte Gelbbauchunke wurde in den letzten Jahren vermehrt durch Waschbären dezimiert. Somit sind die Bemühungen der Wiederansiedlung dieser geschützten Art nachhaltig gefährdet. Durch den Einsatz von Fallen und weiterer Schutzmaßnahmen hofft man den Prädationsdruck minimieren zu können. Das der Waschbär als opportunistischer Fresser auch vor anderen Tieren nicht Halt macht, wurde durch die Aufzeichnung einer Wildkamera deutlich, in der ein Waschbär ein Uhuküken im Nest erbeutete.
Als letzter Referent machte Kevin Vossen als Pächter eines Niederwildrevieres deutlich, dass die gezielte Bejagung von Raubwild der Schlüssel für eine gesunde Entwicklung des Niederwildbestandes ist. Die Anzahl und die Art der benötigten Fallen sind dabei den örtlichen Gegebenheiten anzupassen, wobei sich besonders die Betonrohrfalle als fängig erwies. Herr Vossen vermittelte eindrucksvoll, wie aufwendig auf längere Sicht aber auch effektiv diese Art der Bestandpflege über die Fallenjagd ist. Es bedarf daher einer Vielzahl an Mitjägern, um eine ordnungsgemäße und erfolgreiche Fallenjagd im Revier dauerhaft zu realisieren.
Am Ende der Veranstaltung kam dann die Leiterin des Amtes für Verbraucherschutz, Tierschutz und Veterinärwesen Ellen Leimbach zu Wort, allerdings weniger zur Thematik Waschbär, sondern der drohende Einzug des Afrikanischen Schweinepest in der Städteregion. Bevor die ersten Fälle im Einzugsgebiet auftreten, sollten hier dringend schon im Vorfeld die geeigneten Vorgehensweisen diskutiert und festgelegt werden. Sie plädierte für die Installation eines Arbeitskreises mit allen Entscheidungsträgern, um im Ernstfall zielgerichtet Vorgehen zu können.
Nach jedem Vortrag hatten die Hörer die Möglichkeit den Referenten Fragen zu stellen, von dem, nach anfänglichem Zögern, auch reger Gebrauch gemacht wurde.
Während der Veranstaltung wurde jedem Besucher ein Fragebogen ausgeteilt, der u. a. der Evaluation der Bestandssituation und der praktizierten Jagmethoden diente. Daneben wurde auch die Interessensbekundung an einem Arbeitskreis Waschbär abgefragt.
Gegen 21:15 Uhr wurde der durchweg hochinformative Vortragsabend beendet.
Autor: Dr. Björn Hermelink











Auf Einladung von Armin Laschet nahmen Mitglieder der Kreisjägerschaft Aachen an einer Bundespressefahrt im März nach Berlin teil.
Hier finden Sie einen Bericht zur Reise.

Pressemitteilung Brut- & Setzzeit vom 06.03.2024
Brut- und Setzzeit
Dem Nachwuchs auf der Fährte – Warum Hunde im Frühjahr besser an die Leine gehören!

Mit den ersten warmen Frühlingstagen verlagert sich das Leben für viele Menschen und ihre vierbeinigen Begleiter wieder mehr nach draußen. Ausgedehnte Gassirunden in Wald, Feld und Flur helfen den Winterspeck loszuwerden. Dabei gilt es jedoch einiges zu beachten, damit aus dem Spaziergang kein Malheur wird. Denn einhergehend mit dem Frühling beginnt für viele der bei uns lebenden Wildtiere auch die Brut- und Setzzeit. Darunter sind viele Bodenbrüter, wie zum Beispiel die Stockente, Kanada- und Nilgänse, aber auch streng geschützte Tierarten, wie zum Beispiel die Kiebitz oder die Feldlerche. Viele dieser Vögel legen bereits ab Mitte März ihre Eier. In milden Lagen kommen ab Anfang Mai schon die ersten Rehkitze zur Welt und auch Jungfüchse beginnen dann ihre ersten Erkundungstouren außerhalb des elterlichen Baus. Für die Elterntiere beginnt nun eine sensible Zeit, denn nach einem entbehrungsreichen Winter müssen sie nicht nur sich selbst, sondern auch den ewig hungrigen Nachwuchs versorgen.
Mit dem richtigen Verhalten kann jeder dabei helfen, dass diese Tiere nicht noch zusätzlichem Stress ausgesetzt sind. Auch wenn es manchen Hundebesitzerinnen und -besitzern schwerfällt, den Bewegungsdrang ihrer Vierbeiner durch eine Leine einzuschränken, so sollte die Leinenpflicht in Naturschutzgebieten unbedingt beachtet werden. Aber auch dort, wo eine Leinenpflicht nicht explizit vorgeschrieben ist, kann ein unangeleinter Hund die Tierwelt erheblich stören. Nicht immer bekommen Herrchen und Frauchen es mit, wenn ihr Hund sich ohne Leine dem noch wehrlosen Nachwuchs von Wildtieren nähert oder der eigene Vierbeiner lässt sich in einer solchen Situation doch nicht so einfach abrufen wie erhofft.
Die Folgen sind dramatisch.
Wer einmal ein von Hunden gerissenes Rehkitz gesehen hat, dem wird der Anblick nicht so schnell wieder aus dem Gedächtnis gehen. Gerade wenig trainierte Hunde sind häufig in einer Situation in der sie ihrem angeborenen Jagdinstinkt folgen nur schwer zu stoppen. Hier siegen Instinkt und Adrenalin häufig über den im normalen Leben vorhandenen Gehorsam, mit der Folge, dass ein Rehkitz oder ein Hasenjunges Opfer der halterischen Unvernunft werden. Leider kam es in der Städteregion jüngst zu mehreren derartigen Vorfällen.
Vielen unbedachten Hundehaltern scheint hier, neben dem verursachten Tierleid, nicht bewusst zu sein, dass ihr Handeln gegen gleich mehrere Verordnungen/Gesetzmäßigkeiten verstößt, die auch entsprechend geahndet werden. Es können Maßnahmen nach den jagdrechtlichen Vorschriften, dem Strafgesetzbuch und dem Landeshundegesetz NRW zum Tragen kommen. Im ärgsten Fall droht ein Ordnungsgeld von maximal 100.000 Euro und der Entzug des geliebten Vierbeiners. Ebenfalls erfüllt das Nachstellen des Wildes durch einen Hund den Tatbestand der Jagdwilderei, welches in besonders schweren Fällen mit einer Freiheitsstrafe geahndet werden kann.
Aber selbst ein „unblutiger“ und für den Beobachter somit zunächst harmlos geglaubter Kontakt (z. B. Schnuppern oder Lecken), kann Elterntiere in der Folge davon abhalten sich dem nun fremd riechenden Nachwuchs wieder zu nähern und es weiter zu versorgen. Das bedeutet im schlimmsten Fall das Todesurteil für die betroffenen Tiere.
Es sollte daher jedem verantwortungsbewussten Frauchen oder Herrchen das Ziel sein den Familienausflug so folgenlos wie möglich zu gestalten, aber auch gleichzeitig den Hund so gut es geht zu beschäftigen.
Auch an der langen Leine kann ein Hund hinreichend die Natur erkunden. Kleine Aufgaben, z. B. kurze Suchspiele die die Nase und die Intelligenz des Hundes fordern oder auch das Einüben und Wiederholen von Kommandos machen den Spaziergang zu einem Erlebnis und sorgen dafür, dass der Hund genügend ausgelastet wird auch ohne, dass er leinenlos „Vollgas“ geben kann.’
Eine Leine kann darüber hinaus auch einen wirksamen Schutz für die Hunde sein, denn so wehrhafte Tier wie Wildschweine scheuen weder Hunde noch Menschen, wenn diese sich unbedacht einem gut getarnten Wurfkessel nähern. Eine Bache, die ihre Frischlinge gefährdet sieht, wird in diesem Fall häufig im wahrsten Sinn des Wortes zum Angriff blasen, darum ist es stets sicherer im Wald auf den gut erkennbaren Wegen zu bleiben.
Besonders für Wildschweine gilt: Aufgrund der milden Winter und des reichhaltigen Futterangebots für diese Nahrungsgeneralisten werden vermehrt Bachen beobachtet, die auch zu ungewöhnlichen Zeiten rischen, also ihr Jungen bekommen. Daher sollten diese Hinweise nicht nur aus Respekt vor der Natur, aber auch zum eigenen Schutz besonders in weniger übersichtlichem Gelände das ganze Jahr über beherzigt werden.
Diese Hinweise sollten nicht als Verbote verstanden werden, jedem steht es offen die freie Natur zu genießen und sich an ihr zu erfreuen. Durch ein wenig Rücksichtnahme kann jeder dazu beitragen, dass nicht nur der Mensch und sein treuer Begleiter Wald, Feld und Flur genießt, sondern auch die vielen Geschöpfe deren Lebensraum und Kinderstube diese Ökosysteme darstellen.
Auch wir Jägerinnen und Jäger vom KJS-Aachen nehmen uns da nicht aus und gehen mit gutem Beispiel voran, indem wir ganz besonders während der Brut-/Setzzeit Bereiche meiden, in denen auch unser Tun Unruhe ins Revier bringt. Das sind wir alle der Natur schuldig.
Kontakt: Dr. Björn Hermelink, Schriftführer KJS Aachen E-Mail: b.hermelink@kjs-aachen.de
Bildmaterial stellen wir gerne auf Anfrage zu Verfügung
Zahlen, Daten, Fakten zur Jagd in Stadt & Städteregion Aachen
Die Jungen Jäger der KJS stellen sich vor
Mehr Information gibt es auch unter dem Link:

Bericht zum Niederwildseminar mit Bildern
Seminar “Niederwildhege” mit Chrisan Franke
Am 22.03.2024 fand das Seminar zur Niederwildhege unter der Leitung des erfahrenen Berufsjägers
Chrisan Franke sta”. Die Veranstaltung erfreute sich einer außerordentlich starken Resonanz, da es
über 80 begeisterte Teilnehmer anzog.
Chrisan Franke, bekannt für seine langjährige Erfahrung und Experse als Berufsjäger, führte die
Teilnehmer in einem informaven Exkurs durch sämtliche Bereiche der Niederwildhege. Von der
Pflege der Lebensräume bis hin zur Bejagung von Prädatoren wurden alle relevanten Themen
umfassend behandelt. Die Teilnehmer erhielten wertvolle Einblicke und praksche Tipps, die sie
direkt in ihrer eigenen jagdlichen Praxis anwenden können.
Ein besonderes Highlight des Seminars war die Würdigung des jagdlichen Brauchtums. Tradionen
und Rituale rund um die Jagd wurden nicht nur aufgezeigt, sondern auch akv erlebt und diskuert,
wodurch ein eferes Verständnis für die Verbundenheit zur Natur und die Verantwortung gegenüber
dem Wild entstand.
Die Veranstaltung bot zudem ausreichend Zeit für Diskussionen und ausführliche Gespräche. Die
Teilnehmer ha”en die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen, Fragen zu stellen und von den
Erfahrungen und Erkenntnissen der anderen zu profieren. Diese interakve Komponente scha=e
eine inspirierende Atmosphäre und ermöglichte einen regen Austausch unter Gleichgesinnten.
Nicht nur erfahrene Jägerinnen und Jäger an nahmen teil, sondern auch eine bedeutende Anzahl von
Teilnehmern der aktuellen Jungjägerkursen aus Aachen, Heinsberg und Düren. Ihre Beteiligung
unterstreicht das wachsende Interesse junger Menschen an der Jagd und an der Verantwortung für
die Natur und das Wild. Die Teilnahme der Jungjäger verlieh dem Seminar eine zusätzliche Dynamik
und trug zu einem generaonenübergreifenden Austausch bei, der für die Zukun@ der Jagd und der
Niederwildhege von großer Bedeutung ist.
Besonders erwähnenswert ist auch die vorbildliche Vorbereitung und Dekoraon des
Veranstaltungsortes durch das Team der St. Sebasanus Schützen in Hitfeld. Die angenehme
Umgebung sorgte für gutes Wohlbefinden der Teilnehmer und trug zum Gelingen des Seminars bei.
Insgesamt kann das Seminar zur Niederwildhege mit Chrisan Franke als äußerst gelungen bewertet
werden. Die hohe Teilnehmerzahl, die vielfälgen Themen und das posive Feedback zeugen von der
Relevanz und dem Interesse an diesem an diesem wichgen Bereich der Jagd. Das Bewusstsein für
die Bedeutung einer nachhalgen Niederwildhege wurde gestärkt und den Teilnehmern wertvolle
Anregungen für ihre eigene jagdliche Praxis mit auf den Weg zu geben.
Sascha Ehrt
(Text & Bilder)







